Archive for Oktober, 2012



Beim 19. Quiz kratzte ein Team am Jackpot. Leider konnten das naturwissenschaftliche Trio nichts mit der Filmfrage anfangen. Deshalb bleibt das Geld im Jackpot…
Hier der Zieleinlauf:
1. Na Jessas 16
2. Team Walter 15
2. Ejakulahäschen 15
4. Awwward Aardvarks 14
4. Team Sigl 14
4. Team GV 14

Kreativpreis
Der Kreativpreis für einen Satz, mit dem Frank Stronach – selbstverständlich ohne jedwede Zuwendung – gruppenweise Menge BZÖ-Abgeordnete überzeugte, ging an das Kollektiv Leiwand.

Heimhörerfrage
Die Heimhörerfrage wurde mangels richtiger Lösungen erstmals nicht vergeben.


Ein Dichter, der seine eigene Grabinschrift verfasst, kann nur ein Wiener sein…

Grabinschrift

Viel genossen, viel gelitten,
Und das Glück lag in der Mitten;
Viel empfunden nichts erworben
Froh gelebt und leicht gestorben.
Fragt nicht nach der Zahl der Jahre
Kein Kalender ist die Bahre.
Und der Mensch im Leichentuch,
Bleibt ein zugeklapptes Buch.
Darum Wand’rer zieh‘ doch weiter,
Denn Verwesung stimmt nicht heiter.

Ferdinand Sauter (1804-1854)

Ferdinand Sauter (1804-1854) lebte als Dichter und Trinker in Wien und Umgebung. Ludwig Laher hat einen Roman über den im salzburgischen Werfen geborenen Sauter geschrieben. Der Titel nimmt auf das hier wiedergegebene Gedicht Bezug: Ludwig Laher: Aufgeklappt, Haymon Verlag, Innsbruck 2003,ISBN 978-3-85218-417-3


Weil das Quizteam weder Mühen noch Kosten und ansonsten sowieso nichts scheut, machten sich Elke und Manuela auf nach Kassel, um sich über die aktuelle Kunst zu informieren. Anhand der Fotos könnt ihr ihre verschlungenen Wege verfolgen…


Was mag das wohl sein…

Gesucht ist diesmal ein Ort in Wien. Der Ausschnitt ist hoffentlich aufschlussreich genug.

Die Vorgangsweise ist bekannt:
1. Das Blatt drucken.
2. Die Antwort und euren Namen darauf schreiben.
3. Das Blatt beim 19. Schluwiquiz am 28.10.2012 persönlich abgeben.

Aus den richtigen Lösungen wird die Gewinnerin / der Gewinner gezogen. Der Preis besteht in einer Musik-CD.


Nacktheit, Apfel, Schlange: Nach Pussy Riot ist Apple im Visier der Orthodoxie. Wann kommt Michelangelo an die Reihe?

Ein Moskauer Berufungsgericht hat heute im Verfahren gegen drei Mitglieder der Aktionistinnengruppe Pussy Riot die Angeklagte Jekaterina Samuzewitsch freigesprochen. Die zweijährigen Haftstrafe gegen Marina Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa wurden hingegen bestätigt. Damit ist der Kampf gegen das Böse freilich noch nicht ausgestanden.

Wie die russische Agentur Interfax in ihrem Religionskanal berichtet, fürchten sich manche orthodoxe Gläubige vor dem Logo der Firma Apple. Daher wollen sie das „Symbol der Erbsünde“ auf allen Geräten durch Kreuze ersetzen. Dieses hehre Ziel haben sie bei mehreren Kundgebungen staunenden Mitarbeitern des iPhone-Herstellers auseinandergesetzt.

Allfällige Zweifel an der Notwendigkeit solchen Tuns wischen sie mit Verweis auf Genesis 2:16–17 beiseite:

Und Jehova Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen; 17 aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewißlich sterben.

Sollte die Duma die aktuellen Gesetzesvorlagen gegen Blasphemie und die Herabwürdigung religiöser und nationaler Werte beschließen, wollen die Antiapfelmännchen den Verkauf von Apple-Produkten verbieten lassen.

P.S.
Positiver Nachtrag: Seit 1999 gilt Homosexualität in Russland nicht mehr als Geisteskrankheit.
P.P.S.
Realativierung des positiven Nachtrags: Die orthodoxe Kirche unterstützt Initiativen, die ein allgemeines Verbot der „Propaganda von Homosexualität“ anstreben.


9. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Weinhaus Sittl
1160 Wien, Lerchenfelder Gürtel 51

„Ihr werdet’s nicht glauben, was mir passiert ist.“ So beginnen Geschichten, die man in Wien erzählt. Der Betrunkene schwadroniert im Wirtshaus, die Krankenschwester flüstert der Kollegin ins Ohr, und der Taxifahrer erzählt mit ausschweifenden Nebensätzen, während er einen Umweg nach dem anderen fährt.
Um das Glauben geht es natürlich nicht. Der gelernte Wiener weiß, dass die Grenze zwischen erlebt und erfunden so fließend ist wie jene zwischen freundlich und hinterfotzig. Schließlich gibt es mehr als eine Möglichkeit, wie sich ein Fernseher in einen toten Hund verwandeln kann.
Drei Autoren haben diese Grätzelgeschichten verfasst. Jeder von ihnen ist in einem anderen Teil der Stadt aufgewachsen. So sind auch die Geschichten vielschichtig: Manche sind rührend, manche rüpelhaft, manche trotzig und hinterlistig. Sie spielen in allen 24 Bezirken, denn mit 23 haben die Autoren kein Auskommen. Und sie spielen in den überschaubaren Orten, die in Wien seit altersher als Grätzel bezeichnet werden. Gemeint ist damit die unmittelbare Umgebung, die dörfliche Struktur in der Stadt, auf gut amerikanisch: the hood.
Zum besseren Verständnis für Unkundige und Zuagraste ist ein umfangreiches Glossar beigefügt, das Manches erklärt, aber auch neue Fragen aufwirft.

Die Autoren

  • Beppo Beyerl: Geboren in Wien-Hadersdorf, schreibt Reportagen und Geschichten über die Insassen Wiens und die Bewohner der übrigen Welt.
  • Manfred Chobot: Geboren in Wien, lebt in Meidling und Ottakring, erzählt und schreibt, weil er beides lustiger findet, als sich von der Glotze berieseln zu lassen.
  • Gerald Jatzek: Geboren in Wien, aufgewachsen in der Brigittenau, schreibt und musiziert für und über Kinder, Erwachsene und Wiener.

Die Polaroidphotos wurden vom Team marshall!yeti (Ferdinand Karl & Gerald Plattner) beigesteuert

Der Hund ist tot. Grätzelgeschichten aus 24 Wiener Bezirken, Kurzgeschichten von Beppo Beyerl, Manfred Chobot und Gerald Jatzek, Löcker Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85409-617-7

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