Tag Archive: Margareten



20130711-133334.jpgAm Anfang stand die Idee, Margaretner SchriftstellerInnen unter einer Leselampe zu vereinen, um sie alle an einem Abend aus ihren Werken lesen zu hören. Eine Versammlung der schreibenden Zunft, wie es sie in Wien so noch nie gegeben hat. Diesen flüchtigen Augenblick hält das Buch in einer beeindruckenden Vielfalt dauerhaft fest.

Mit Beiträgen von Hans Anglberger, El Awadalla, Armin Baumgartner Katrin Bernhardt, Elisabeth Chovanec, Wolfgang Felix Dagmar Fischer, Stefan M. Gergely, Heinz Gstrein Nikolaus Halmer, Mathias Handwerk, Ernst Hinterberger Eva Jancak, Gerald Jatzek, Rudolf Kraus Detlev Kreidl, Friederike Mayröcker, Roswitha Miller Carina Nekolny, Andrea Pesata, Harald Pesata Susanne Praunegger, Werner A. Prochazka Waltraud Ran Haubert, Helga Schwaiger Robert Sommer, Christa Urbanek, László Varvasovszky.

Harald Pesata (Hrsg.): 5er-Edition. Literatur aus Margareten, 290 Seiten, € 22,90, ISBN 978-3-902744-56-2

Advertisements

Am 9. Dezember 2012 wird ein Teil des Wiener Hauptbahnhofs eröffnet. Exakt sind es vier Gleise sowie ein Durchfahrtsgleis. Der Vollbetrieb ist für 2014 geplant. Der erste Zug hält um 4.56 Uhr, eine Garnitur der S80 aus Hirschstetten.

Der 9.12. wurde gewählt, weil an diesem Tag die Fahrpläne in Europa umgestellt werden. Gleichzeitig wird auch der neue Bahnhof Tullnerfeld (s. unten) in Betrieb genommen.

Plan des Wiener Hauptbahnhofs

Großer Plan zum Download per Mausklick. (© ÖBB)

Neue Stationsnamen
Die bisherige Station Wien Südtiroler Platz heißt nun Wien Hauptbahnhof.
Die Station Wien Südbahnhof (S-Bahn) heißt Wien Quartier Belvedere.

Neue öffentliche Verbindungen

  • Die Linie 13A fährt nun die Strecke Wien Hauptbahnhof – Alser Straße, Skodagasse.
  • Die S60 fährt nun Bruck a. d. Leitha – Wien Hauptbahnhof – Wien Hütteldorf, zu den Stoßzeiten wwird sie bis Rekawinkel verlängert.
  • Die S80 fährt die Strecke Hirschstetten – Meidling – Pottendorfer Linie – Wiener Neustadt und vereint damit die bisherige S80 und die bisherige S5/S6.
  • Es gibt eine neue REX Bratislava-Petrzalka – Wien Hauptbahnhof – Deutschkreutz.

Bilder vom Wiener Hauptbahnhof


Das Projekt Hauptbahnhof Wien mit dem neuen Stadtviertel zwischen Wiedner Gürtel, Sonnwendgasse, Gudrunstraße und Arsenalstraße umfasst eine Gesamtfläche ca. 109 ha. Zum Vergleich: Der gesamte 8. Bezirk (Josefstadt) hat 108 ha. Die geschätzten Investitionen liegen bei rund 4 Milliarden Euro.

Weiterlesen


In zwei Wochen ist es soweit. Dann hat Wien nach 150 Jahren Diskussion und Planung einen Hauptbahnhof. Zumindest eine teilweisen, denn der Vollbetrieb wird erst 2014 aufgenommen.

Bevor wir in einigen Tagen die Informationen zu den Verkehrsanbindungen und Umstellungen veröffentlichen, zeigen wir hier einige Fotos vom Bau des Bahnhofs (bittschön anklicken):


Margareten ist seit 150 Jahren ein eigenständiger Bezirk. Er wurde mit Beschluss vom 2.8.1861 vom 4. Bezirk abgetrennt, weil die bürgerlichen Bewohner der vormaligen Vorstädte Wieden und Schaumburgergrund nichts mit den Arbeitern und Habenichtsen in den anderen eingemeindeten Vorstädten zu tun haben wollten.
Diese wurden selbstverständlich nicht gefragt: Wie Klusacek/Stimmer berichten, durften 1850 gerade 6.000 Wahlberechtigte Wiens ersten Gemeinderat wählen. Die offizielle Einwohnerzahl betrug 400.000. Selbst das war Kaiser Franz Joseph I zu demokratisch. Er hob bereits 1851 das Gemeindegesetz wieder auf und durfte in der Folge selbst neue Gemeinderäte ernennen.
Weiterlesen


Im Roten Wien (ab 1918) hatte der Kampf gegen die Wohnungsnot Priorität:

  • 1917 hatten 95% der Wiener Wohnungen keine eigene Wasserleitung.
  • 1917 verfügten 92% der Wiener Wohnungen über kein eigenes Klosett.
  • Die hohen Mieten der Zinshäuser verschlangen rund ein Viertel des Arbeiterlohns und brachten den Hausherren Renditen bis zu 25 %. Im Durchschnitt waren diese Wohnungen 20m2 groß.

Metzleinstaler Hof, 1923, Foto: Bezirksmuseum Margareten

Bis 1938 errichtete die Stadt 64.000 Wohnungen. Der erste Gemeindebau steht am Margaretengürtel 90–98. Die Wohnungen im Metzleinstaler Hof (1920 , zweiter Teil 1924) hatten, entsprechend den Ideen des Sozialen Wohnbaus, echte Fenster in allen Räumen (also keine Gangfenster oder Fenster in Lichthöfe).
Revolutionär waren die sozialen Einrichtungen des Gebäudes wie die Waschküche, das Tröpferlbad (Badeanstalt), ein Kindergarten, eine Bibliothek und eine Lehrlingswerkstatt.

Alte Ansicht des 1924/26 errichteten Reumannhofs am Margaretengürtel 100–110

Literatur
Wolfgang Speiser: Paul Speiser und das Rote Wien, Wien-München 1979
Link
Dagmar Schulz: Das Rote Wien – Sozialer Wohnbau (Powerpoint)


…kann man auf dem Haus Nr. 18 noch lesen, dass hier Teofil Kotykiewicz einst eine Harmoniumfabrik betrieb. Kotykiewicz (1849-1920). Gründer der Firma war der Orgelbauer Peter Titz (1823-1873), dessen Tochter Kotykiewicz heiratete.

Kotykiewicz entwickelte zahlreiche Aktivitäten rund um das Instrument. Unter anderem war er in der Innung der Klavierbauer aktiv, regte die Gründung der Gesellschaft der Harmoniumfreunde an und engagierte sich in Vereinigungen der Polen in Wien.

Das Harmonium ist ein Tasteninstrument mit einem Blasbalg.

Für seine Erfindungen im Bereich des Harmoniums erhielt er unter anderem eine Goldmedaille bei der Wiener Weltausstellung 1873.

%d Bloggern gefällt das: