Archive for Februar, 2011



Ein paar Leute wollten wissen, welche Songs beim ersten Quiz zu den Fragen gespielt wurden. Hier kommt die Liste:

Herr Lennon hat für uns gesungen.

01 Mary Poppins – Supercalifragilisticexpialedocious
02 The Doors – Alabama Song
03 John Lennon – Power To The People
04 Johnny Wakelin – In Zaire
05 Cat Stevens – Peace Train
06 Tom Robinson – Glad To Be Gay
07 Blackmore’s Night – We Three Kings
08 Moondog – Stamping Ground
09 Tom Waits – Downtown Train
10 The Gun – Race With The Devil
11 Flying Pickets – Masters Of War
12 Gruppo Aperto – A Città È Pulecenella
13 These New Puritans – Numbers
14 Bo Diddley – You Can’t Judge A Book By The Cover
15 Arik Brauer – Sie hab’n A Haus ‚baut
16 Alain Barrière – Un Poète
17 Tom Lehrer – Element Song
18 Beatles – Piggies
19 Malvina Reynolds – What Have They Done To The Rain


Jim Morrison singt Bert Brecht…

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1475 Quiz-Teilnehmer…


…wurden 2007 bei einem Pub Quiz in Irland gezählt. So viele schlaue Köpfe bringen wir bei besten Willen nicht im Schluwi unter. Wir werden uns daher am Sonntag wie bisher mit 14 Teams zufrieden geben. (Der Idee der Erweiterung des Schluwi in den ersten Stock stehen vermutlich die Interessen der dort Wohnenden entgegen. Über die mittelfristige Anmietung der Stadthalle diskutieren wir noch.)

Diese Gesellschaft mussten wir teilen, da Teams nur 6 Personen umfassen dürfen. Es traten dann zwei Teams an, der Dreizehnte verschwand irgendwie...

Wir wollen uns an dieser Stelle auch für das umfangreiche Feedback bedanken. Wenn ihr gerade niemanden persönlich erwischt, könnt ihr eure Vorschläge natürlich auch hier posten…


Unser erstes Quiz war ein voller Erfolg! Das sagen nicht nur wir, sondern sogar unsere Gäste ;). Das beste Team durfte sich mit 11 richtigen Antworten über einen Getränkegutschein freuen. Da der Jackpot nicht geknackt wurde gehts nächstes Mal schon um 120,-

Und damit diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, auch ein wenig tüfteln können, hier nun die Fragen die wir gestellt haben:

  1. „Doppellippennippelmuffe“ Gibt es dieses Wort tatsächlich, oder haben wir es uns nur ausgedacht?
  2. Aus welcher Sprache stammt das Wort „Punsch“?
  3. Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon ermordet. Wie hieß sein Mörder? (Vor- und Nachname)
  4. Ordne folgende Diktatoren den Ländern zu, die sie unterdrückten:
    Die Diktatoren: Haile Selassie, Idi Amin, Mobutu Sese Seko, Robert Mugabe.
    Die Länder: Äthiopien, Demokratische Republik Kongo (vormals Zaire), Simbabwe, Uganda
  5. Wieviele Mitglieder hat der UN-Sicherheitsrat insgesamt, ständige plus nicht ständige?
  6. Welche drei der folgenden sechs europäischen Staaten haben gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften schon ermöglicht? Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Irland, Griechenland
  7. Der 6.Jänner ist der Tag der Heiligen Drei Könige. Wie heißt dieser Tag in der katholischen Liturgie offiziell?
  8. Wer war der Regisseur von „Metropolis“?
  9. Wie heißen alle Anfangs- und Endstationen der Wiener U-Bahnen?
  10. Mit wievielen Reifen fuhr Jody Shackter mit seinem Ford Tyrrell P34 beim Großen Preis von Schweden 1976 als 1. ins Ziel?
  11. Bruno Kreisky hatte 1972 einen großen Staatsempfang am Salzburger Flughafen. Währenddessen demonstrierte sein Sohn Peter gegen diesen Besuch. Wen hat Bruno Kreisky empfangen?
  12. Welche deutsche Sportlerin hat drei Jahre lang (Anfang der Neunziger) und dann wieder ab 2004 für Barilla-Nudeln Werbung gemacht?
  13. Zähle alle Mirpzahlen (nein, ich habe mich nicht verschrieben ;)) unter Hundert auf.
  14. Wofür steht die Abkürzung ISBN?
  15. Welche architektonische Meisterleistung hat Friedensreich Hundertwasser in Neuseeland vollbracht?
  16. Hier kommt ein wunderschönes Gedicht:

    Hoch auf den höchsten Höhen
    Gedeiht am besten das Rindvieh,
    Da wohnen die seligen Trotteln
    Dem Himmel etwa am nächsten,
    Doch freilich am fernsten der Erde.
    (…)
    So leben sie friedliche Tage,
    Erzeugen maulaffende Kinder,
    Der Vater erneut sich im Sohne
    Und ruhig auf Trottel den Ersten,
    Wie Butter, folgt Trottel der Zweite.

    Von wem stammt es? Zur Auswahl stehen: Joseph von Eichendorff, Franz Grillparzer, Josef Hader oder Friedrich Torberg

  17. Schreib uns die chemischen Summenformeln von drei der folgenden vier Treibhausgase auf: Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffmonoxid und Schwefelhexafluorid

Ergänzung 1: Was sind Mirpzahlen?
Mirpzahlen sind Primzahlen, die rückwärts gelesen eine andere Primzahl ergeben: 13,…

Viel Spaß beim Tüfteln! Und hoffen, dass euch Julie Andrews inspiriert…


Der Großteil der in Wien Lebenden sind Zuagraste, die sich in einer erstaunlichen Metamorphose in Wiener verwandeln. Um ihnen bei diesem Prozess behilflich zu sein, stellt die Initiative Leiwand redn hier in äußerst unregelmäßigen Abständen Unterlagen zur Weltsprache Wienerisch bereit.

Kleiner Sprachführer zum Thema Essen und Trinken in Wien II

Das Trinken

Einen noch höheren Stellenwert als das Essen genießt das Trinken. Oft gelten üppige Mahlzeiten bloß als Unterlåg (Fundament) für noch üppigeres Trinken. Da sich der Wiener aber nicht gerne als Alkoholiker bezeichnen lässt, wendet er verschiedene Methoden der Rechtfertigung an. Bei Biertrinkern ist an heißen Sommertagen die meteorologische Methode besonders beliebt. Zwaradreißg Krügel im Schåttn heißt soviel wie: Zweiunddreißig Grad Celsius.

Hitze wird also in Krügeln (ein Krügel = ein halber Liter Bier) gemessen. Das Seidl (ein Drittel Liter Bier) wird als meteorologisches Maß hingegen nicht verwendet. Das Hauptgetränk des Wieners ist jedoch der Wein, vor allem der Veltliner (Weißweinsorte). Um diesen zu trinken, pilgert er gerne zum Heurigen. Das Ergebnis solcher Besuche sind Räusche in verschiedenen Ausprägungen.

Das Vokabular

Achterl, das: Kleinste ausgeschenkte Menge in Lokalen des Stadtgebietes

an Åffn hobn: betrunken sein

ångstrudelt sein: kleines Räuschlein

åweschwabn: Ruckartig hinunterkippen

bipperln: trinken, vom lat. bibere

den Håhn kriagn: Lokalverbot ausfassen

dippln: trinken

Doppler, der: Zweiliterflasche

fett: Fett oder im Öl sein: hoher Trunkenheitsgrad; voifett: (vollfett) sehr hoher Trunkenheitsgrad; die höchste Stufe wird mit blunznfett (blutwurstmäßig betrunken) bezeichnet. Der derart erreichte Zustand ist die Fettn.

Gschlåder, das: ein schlechtes Getränk. Kommt vom „Sloda“(mhd.), einer Mischung aus Wasser und Lehm, aus der Gott laut Bibel Adam formte.

Gschpritzter, der: Mit Sodawasser verdünnter Wein. Der Gschpritzte wird grundsätzlich in einem Viertel-Glas serviert und erfreut sich höchster Beliebtheit, weil man zügig trinken kann, ohne gleich umzufallen. Beim Heurigen ist es üblich, eine Flasche Soda oder Mineral (Mineralwasser) zu ordern und selbst zu spritzen. Guat gschpritzt bedeutet dabei einen möglichst kleinen Wasseranteil.

Hådern, der: schwerer Rausch

Hülsn, die: Flasche Bier

a Lackerl: Eine besonders geringe Flüssigkeitsmenge.

Lita, der: Begibt man sich in Gesellschaft zum Heurigen, wird Wein in Karaffen (ein Liter Füllmenge) bestellt.

Ölung, die: Zustand schwerer Betrunkenheit.

Rauschkugl, die: ständig Betrunkener; sollte dieser für Nachwuchs sorgen, so entsteht ein Rauschkind.

Reiseachterl, das: Ein allerletztes Achterl Wein, um sich für den Heimweg zu wappnen.

schledern: besonders zügig trinken

Schweigl, das: mittlerer Rausch mit besonderer Redefreudigkeit

Schwipserl, das: erste milde Wirkung, kein Rausch

Schwül, der: von der Rausch-Intensität her ähnlich dem Schweigl, jedoch die wortkarge Variante

Stehachterl, das: Ein im Stehen an der Bar oder am Tresen getrunkenes Achterl

Sturm, der: In Gärung befindlicher Traubensaft, zeitigt je nach Gärungsstadium verheerende Wirkungen in Hirn und Darm.

Vierterl, das: Ein Viertel Liter, die Grundeinheit beim Heurigen

Weindippler, der: Gewohnheitstrinker

zua sein: Verschlossenheit, Unempfänglichkeit für Kommunikationsversuche.

Die Sperrstunde

Die Sperrstund ist das Schlimmste, das einem Zecher passieren kann. Individuelle Sperrstunden-Regelungen ermöglichen es jedoch, Nächte durchzumåchn.

Die Sperrstund wird auch metaphorisch für den Abgang aus dieser Welt verwendet, wobei es Gerüchten nach im Himml ka Sperrstund gibt.

Nach durchzechter Nacht wenden sich viele Übernachtige wiederum dem Biere zu. A Gulasch und a Seidl Bier ist eine beliebte Frühstücksvariante.

Aus dem Buch: Wienerisch – das andere Deutsch von Beppo Beyerl, Klaus Hirtner und Gerald Jatzek, erschienen im Bernd Rump Verlag.
Mehr: Wienerisch, Folge 1

Der Großteil der in Wien Lebenden sind Zuagraste, die sich in einer erstaunlichen Metamorphose in Wiener verwandeln. Um ihnen bei diesem Prozess behilflich zu sein, stellt die Initiative Leiwand redn hier in äußerst unregelmäßigen Abständen Unterlagen zur Weltsprache Wienerisch bereit.

Kleiner Sprachführer zum Thema Essen und Trinken in Wien I

Das Essen

Tomasz Sienicki, Creative Commons

Eines der ersten Wörter, die ein Wiener Kleinkind beherrscht, lautet Papperl (Essen). Der erwachsene Wiener schätzt dieses Papperl umso mehr, je kalorienreicher es ist. Besondere Bevorzugung genießen deshalb sämtliche panierte Speisen. (Panier: Ummantelung von Fleisch, Käse oder Gemüse durch Ei, Mehl und Weißbrotkrümel)

Vom beliebten Båckhendl (paniertes Huhn, in Öl schwimmend gebacken) kommt die Bezeichnung für den dicken Bauch des Wieners – Båckhendlfriedhof. Träger eines solchen gelten als blad oder gfüllt. Deren Lieblingsbeschäftigung lautet habern, eischneidn oder zwickn.

Isst der Wiener nicht zu Hause, so geht er ins Beisl. Kehrt er dort öfters ein, handelt es sich bestimmt um sein Stammbeisl und er ist mit dem Kobara (Wirten) per Du.

Die Speisekarte

Der Mågnfoaplan(Magenfahrplan, also Speisekarte) gibt Auskunft darüber, an welchen Stationen Halt gemacht werden kann.Beuschl, das: Innereien (Lunge und Herz), serviert mit Semmelknödeln.

Beuschlreißer, der: betrifft nicht die Innereien auf dem Teller, sondern die Lunge des Wieners selbst; starke Zigarette.

Faschiertes: gebratenes Hackfleisch

Gebäck, das: Die Sammelbezeichnung für alle Mundbrotsorten wie z.B. Semmel (Schrippe, Brötchen) oder Soizschtangerl (Salzstangerl)

a Gmischter: Kurzform für „gemischter Salat“

Grammelknödel, der: Kartoffelknödel mit Griebenfüllung. Wenn es aber zwischen den Zähnen grammelt (kracht), ist dies ein ernstzunehmender Hinweis, zum Zahnarzt zu gehen.

Kaiserschmarrn, der: Pfannkuchenähnliche Süßspeise, serviert mit Zwetschkenrösta (Pflaumenkompott)

Millirahmstrudel, der: Milchrahmstrudel, beliebte Süßspeise mit dickflüssiger Vanillesauce

Palatschinke, die: Eine typisch wienerische, also eine romanisch-slawisch-ungarische Wortschöpfung. Hat nichts zu tun mit Schinken, eher mit Crèpes oder Pfannkuchen. Die köstliche Topfenpalatschinke, oft nur in Form des Kürzels Topfnpala ausgesprochen ist nur ungenügend zu übersetzen mit Quark-Crèpes. Wer keine Zibeben (Rosinen) mag, sollte dies dem Kellner rechtzeitig sagen.

Powidldatschkerl, das: Kartoffelteig mit Pflaumenkonfitürefüllung

Schtözn, die: Stelze, Eisbein

Wiener, das: Gerne bestellt der Wiener a Wiener, woraufhin er ein Schnitzel erhält. Speziell deutschen Gästen sei gesagt, dass a Wiener keineswegs ein halbes Paar Würstchen ist, vielmehr heißt jene Wurst in Wien Frankfurter. Wer tatsächlich nur ein einziges Stück Frankfurter verzehren will, wählt einen Einspänner. Doch auch hier lauert die Gefahr der Verwechslung mit einer Kaffeespezialität.

Aus dem Buch: Wienerisch – das andere Deutsch von Beppo Beyerl, Klaus Hirtner und Gerald Jatzek, erschienen im Bernd Rump Verlag.
Mehr: Wienerisch, Folge 2

Sieger Nummer 1: Das Team Gabi

Das erste Beislquiz im Schlupfwinkel ist Geschichte, und das Siegerteam steht fest:

Das Team Gabi hat sich erfolgreich durch sämtliche Wissensgebiete gekämpft und will seinen Titel beim nächsten Mal unbedingt verteidigen.

Der Kreativpreis ging an das Team AnNiMaLú.

Das nächste Schluwiquiz findet am 27. Februar statt.

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