Archive for Oktober, 2011



Beim 9. Schluwiquiz am 30.10.2011 gab es ein Comeback des Teams Gabi. Nach einer Schwächephase im Sommer meldeten sich die Teilnehmer der ersten Stunde zurück und verwies die Seriensieger Team Ecke, die sich diesmal Dr. Eck nannten, auf Rang zwei.

The return of the Team Gabi...


Der Kreativpreis ging abermals an das Inteam, das diesmal in doppelter Stärke und mit männlicher Beteiligung anrückte, was die Leistung jedoch nicht schmälern konnte.

Das In-Team (links), die Spenderin Manuela (rechts) und der Preis (vorne) - Fotos: Kristl Ringhofer


Die gefinkelte Heimhörerfrage hatten tatsächlich zwei Teilnehmer richtig. Der Ausschnitt zeigt eine Szene aus dem Film Down by law von Jim Jarmusch. Die Glücksfee zog Harald K. Er erhielt den Band Walter Eckhart und Robert Sommer: Uhudla-Legende. Vom Wein der Gesetzlosen zur regionalen Köstlichkeit, Mandelbaum Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-85476-272-0.


Margareten ist seit 150 Jahren ein eigenständiger Bezirk. Er wurde mit Beschluss vom 2.8.1861 vom 4. Bezirk abgetrennt, weil die bürgerlichen Bewohner der vormaligen Vorstädte Wieden und Schaumburgergrund nichts mit den Arbeitern und Habenichtsen in den anderen eingemeindeten Vorstädten zu tun haben wollten.
Diese wurden selbstverständlich nicht gefragt: Wie Klusacek/Stimmer berichten, durften 1850 gerade 6.000 Wahlberechtigte Wiens ersten Gemeinderat wählen. Die offizielle Einwohnerzahl betrug 400.000. Selbst das war Kaiser Franz Joseph I zu demokratisch. Er hob bereits 1851 das Gemeindegesetz wieder auf und durfte in der Folge selbst neue Gemeinderäte ernennen.
Weiterlesen


Im Roten Wien (ab 1918) hatte der Kampf gegen die Wohnungsnot Priorität:

  • 1917 hatten 95% der Wiener Wohnungen keine eigene Wasserleitung.
  • 1917 verfügten 92% der Wiener Wohnungen über kein eigenes Klosett.
  • Die hohen Mieten der Zinshäuser verschlangen rund ein Viertel des Arbeiterlohns und brachten den Hausherren Renditen bis zu 25 %. Im Durchschnitt waren diese Wohnungen 20m2 groß.

Metzleinstaler Hof, 1923, Foto: Bezirksmuseum Margareten

Bis 1938 errichtete die Stadt 64.000 Wohnungen. Der erste Gemeindebau steht am Margaretengürtel 90–98. Die Wohnungen im Metzleinstaler Hof (1920 , zweiter Teil 1924) hatten, entsprechend den Ideen des Sozialen Wohnbaus, echte Fenster in allen Räumen (also keine Gangfenster oder Fenster in Lichthöfe).
Revolutionär waren die sozialen Einrichtungen des Gebäudes wie die Waschküche, das Tröpferlbad (Badeanstalt), ein Kindergarten, eine Bibliothek und eine Lehrlingswerkstatt.

Alte Ansicht des 1924/26 errichteten Reumannhofs am Margaretengürtel 100–110

Literatur
Wolfgang Speiser: Paul Speiser und das Rote Wien, Wien-München 1979
Link
Dagmar Schulz: Das Rote Wien – Sozialer Wohnbau (Powerpoint)

%d Bloggern gefällt das: