1. Politik: Ariel Muzikant ist als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde von Wien zurückgetreten, nach 14 Jahren, in denen vor allem dank der vielen depperten Meldungen von Jörg Haider medial recht präsent war. Ob das für seinen Nachfolger auch gilt, wird sich erst zeigen, der Wechsel jedenfalls war in den Medien, und als aufmerksame Zeitungsleser könnt ihr uns sicher die Frage leicht beantworten: Wie heißt der Nachfolger von Ariel Muzikant?

2. Botanik: Wir haben eine hohe Inflationsrate, alles wird teurer, vor allem Lebensmittel. Da ist es notwendig, zum Selbstversorger zu werden und die Speisekammer allerlei Fressalien aufzufüllen, die man in der Natur findet, also selbstgebrockte Früchten, Schwammerln oder Wildschweine. Glücklicherweise ist der Frühling da, und die Bärlauchzeit beginnt, bald könnt ihr wieder in die Wälder ausschwärmen und Bärlauch sammeln. Allerdings solltet ihr dabei vorsichtig sein, denn Bärlauch kann mit giftigen Pflanzen verwechselt werden.
Mit welchen zwei äußerst giftigen Pflanzen wird Bärlauch häufig verwechselt?

3. Film: Und noch einmal der Frühling. Die große Kälte, die uns im Februar beschäftigt hat, ist ja jetzt vorbei… Ich persönlich hab sie sehr genossen. Mag sein, dass ich in einem früheren Leben ein Mammut war. Wenn ich noch ein bisschen zunehme, dann kommt’s auch mit dem Gewicht hin. Apropos große Kälte: Ihr habt doch alle den Film Ice Age gesehen.
Wer ist der deutsche Synchronsprecher von Sid in Ice Age (in der deutschen Fassung)?
Diesmal wollen wir nur den Nachnamen wissen, weil wir sooo nett sind.

4. Politik: Am achten März war der Internationale Frauentag, natürlich wollen wir an so einem Tag nicht einfach vorbeigehen. Eine der eine der bekanntesten Vertreterinnen der Frauenbewegung ist Alice Schwarzer. Sie ist außerdem die Gründerin und Herausgeberin einer Frauenzeitschrift, und wir wollen von euch einfach wissen:
Wie heißt die Zeitschrift von Alice Schwarzer?

5. Gossip: Frauenrechte sind Menschenrechte. Österreich ist ja ein Musterland, wenn es darum geht, internationale MR-Dokumente zu ratifizieren: die Frauenrechtskonvention; die Kinderrechtskonvention, die beiden Internationalen Pakte von 1966, die Anti-Folterkonvention – alle wurden von Österreich ratifiziert, nur leider mit einem sogenannten Erfüllungsvorbehalt. Das klingt dann so: Das Parlament beschließt „Der Abschluss des Vertrages wird genehmigt. Die Umsetzung der Inhalte des Vertrages erfolgt durch Gesetz.“ Und zwar irgendwann. Diese Formulierung bedeutet, dass der Vertrag selbst nicht österreichisches Recht ist. Eigentlich ist es nur ein Versprechen, irgendwann einmal die Inhalte ins österreichische Recht zu implementieren.
Der Fall Kampusch hat die Diskussion in der Innenpolitik wieder angeregt, wie zum Beispiel auch im letzten Profil nachzulesen war. Man will im Strafrecht sowohl ein dezidiertes Verbot der Folter verankern als auch ein Gesetz gegen das Verschwindenlassen von Menschen. Alle sind dafür, mit Ausnahme der Freiheitlichen, aber passieren tut trotzdem nichts.
Wie heißt die Gemeinde, wo die Natascha Kampusch gefangen war?

Welche Stellung heißt wie? Zum Vergrößern klicken.

6. Sex: Bei unserer heutigen Sexfrage wollen wir uns endlich einmal mit der gehobenen Fachliteratur beschäftigen, mit dem Standardwerk aller Sextreibenden, nämlich mit dem Kamasutra. Das Kamasutra teilt ja bekanntlich die Manderl und Weiberl in Kategorien ein, ja nach Größe der Geschlechtsorgane, und sagt, für guten Sex sollten die Größen zusammenpassen. Ja, meine Herren, ihr braucht euch gar nicht so den Kopf darüber zu zerbrechen, ob euer Lingam zu groß oder zu klein ist, das Problem lässt sich leicht lösen, ihr müsst euch nur eine Frau suchen mit der dazupassenden Yoni. Wie sich dann die Partnerwahl in der Praxis gestaltet, weiß ich nicht… man muss halt immer eine Schublehre bei sich haben.
Das Kamasutra veranschaulicht die Größenunterschiede mit Tiernamen. Hase und Gazelle, Stier und Stute, Hengst und Elefantenkuh.
Wenn ihr nach dem Quiz Lust habt, dann könnt ihr ja ein kleines Spiel spielen, zumindest die Pärchen unter euch: Die Herren schreiben auf, wo sie sich selbst in dieser Skala einreihen würden, und die Damen schreiben auf, wo sie ihren jeweiligen Partner einreihen würden, und dann wird verglichen. Ist sicher lustig.
Unsere vergleichsweise einfache Übung heute: Ordnet auf den ausgeteilten Zetteln die Stellungen den Bezeichnung zu.

7. Religion: Für unsere Religionsfrage bietet sich natürlich Ostern an, das ist heuer schon am ersten Aprilwochenende, am Sonntag vorher, also schon in einer Woche, ist der Palmsonntag. Und da war ja der berühmte Einritt vom Jesus, wo die Leut mit Palmwedeln gewachelt haben und Hosianna gesungen haben.
In welche Stadt ritt Jesus ein, und worauf ist er gesessen?

8. Klassische Bildung: Soweit unsere Religionsfrage. Die Götter haben ja herhalten müssen bei der Benennung vieler Monate und Wochentage. Der März ist ja bekanntlich nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt, die Römer nannten ihn Martius. Der März ist heute der dritte Monat im Jahr. Das ist keine Eigenheit des gregorianischen Kalenders, nein, schon die alten Römer haben den Jahresbeginn auf den ersten Jänner gelegt, und zwar schon im Jahr 153 vor Christus. Vorher hatten sie eine andere Zählung.
Der wievielte Monat im Jahr war der März im alten Römischen Kalender?

9. Naturwissenschaft: Wie viel Chromosomen hat die menschliche Zelle (außer Ei- und Spermazellen)?

10. Kunst: Eine Meldung hat uns alle sehr erfreut: Putin ist wieder Präsident geworden. Keine Frage, dass da alles vollkommen korrekt und demokratisch abgelaufen ist bei dieser Abstimmung. Ich mein jetzt nicht die offizielle Wahl, sondern die Abstimmung, die wahrscheinlich ein paar Wochen vorher im Kreml abgehalten wurde, wo man festgelegt hat, mit wie viel Prozent der Putin gewinnen soll.
Im Westlicht im Siebten gibt’s jetzt übrigens eine Ausstellung, mit dem Titel „Gesichter der Macht“. Im Auftrag des „New Yorker“ sind im September 2009 während der UNO-Hauptversammlung in New York mehr als hundert Staats- und Regierungschefs photographiert worden, darunter so sympathische Gesichter wie Berlusconi, Gaddafi und Putin, und ein Teil dieser Porträtphotos ist jetzt im Westlicht ausgestellt. Das Portrait vom Putin war auch auf der Titelseite vom Time Magazin und der Photograph hat einen Preis dafür bekommen.
Wie heißt der Photograph? Wir wollen den Künstlernamen.

11. Geschichte: Wir bleiben noch kurz bei Ausstellungen. Am 26. Februar ist in der Albertina die Magritte-Ausstellung zu Ende gegangen. René Magritte war ein belgischer Maler des Surrealismus und lebte von 1898 bis 1967. Der Verrat der Bilder war eines seiner Lieblingsthemen, das er in verschiedenen Variationen ausgeführt hat, ganz bekannt ist sein Gemälde „Das ist keine Pfeife“ oder auch später „Das ist kein Apfel“. Ich habe auch schon ein Bild gesehen mit dem Titel „Das ist kein Magritte“, aber dieses Bild ist nicht von Magritte, sondern von dem Comiczeichner Dany (der übrigens ebenfalls aus Belgien stammt).
Stichwort Belgien, das nehme ich zum Anlass für eine Geschichtefrage.
Belgien ist ja für westeuropäische Verhältnisse erst seit kurzem ein unabhängiger Staat, seit 1830. Von welchem Staat wurde Belgien unabhängig?

12. Geographie / Zoologie: Magritte kommt aus der wallonischen Region Belgiens, also aus dem französischsprachigen Süden. Der Mensch, mit dem wir uns jetzt befassen, nämlich Gerhard Mercator, wurde hingegen in Flandern geboren, das heute der nördliche Teil Belgiens ist, aber Belgien hat es damals noch nicht gegeben, das war nämlich vor genau fünfhundert Jahren: Am 5. März 1512 wurde Gerhard Mercator geboren, der sich als Mathematiker, Geograph und Theologe betätigt hat, aber seine wichtigsten Arbeiten hat er im Bereich der Kartographie geleistet. Von ihm stammt die sogenannte Mercator-Projektion zur Abbildung der Erdoberfläche, das ist eine Zylinderprojektion, die so verzerrt ist, dass eine winkeltreue Abbildung der Erdoberfläche erreicht wird. Gerhard Mercator hat auch eine Sammlung von Landkarten veröffentlicht; so etwas hat es vorher zwar auch gegeben, aber Mercator hat sein Buch als „Atlas“ bezeichnet, und deshalb verwenden wir heute im Geographieunterricht Atlanten.
Auf seinen Karten ist bereits ein Gebiet eingezeichnet, in dem bis heute erstaunliche Tierarten entdeckt werden, und zwar die Heimat aller Lemuren (Halbaffen oder Feuchtnasenaffen). Die ersten europäischen Entdecker nannten es São Lorenço, später auch Santa Apolonia, aber das hat mit dem heutigen Namen nichts mehr zu tun. Wo ist das?

13. Kulinarik: Bei der Frage beschäftigen wir uns jetzt mit Champagner. Ich hab lange nicht gewusst, wie ich die Frage einleiten soll. Gestern hab ich mit einer Freundin gesprochen und die hat gemeint: Fang doch mit österreichischer Innenpolitik an und leite dann auf Flaschen über.
Das ist ein guter Ansatz, passt ja auch zur vorigen Frage, da waren wir noch bei den Halbaffen. Mir fällt da außerdem auch das Abendessen ein, wo einer 100.000,‑ dafür gekriegt hat, dass er sich zum Essen einladen lässt. Und dort hat’s sicher auch Flaschen gegeben – mit Champagner.
Welcher legendäre Benediktinermönch soll den Champagner erfunden haben?

14. Wien: Champagner ist eine Art von Wein, und der Wein gehört zu Wien. Ich hab ja den Verdacht, dass die Stadt nur deshalb so heißt, weil irgendwer versehentlich die beiden Buchstaben vertauscht hat.
Unsere Wienfrage: Wir wollen, dass ihr die folgenden vier Bezirke nach der Zahl der EinwohnerInnen ordnet, vom kleinsten zum größten. Und weil Wien die Stadt des Weins ist, haben wir uns vier Bezirke ausgesucht, in denen es Bier-Brauereien gibt. Ob das Vorhandensein einer Brauerei Auswirkungen auf die Bevölkerungszahl hat, bliebe allerdings noch zu untersuchen.
Ordnet Innere Stadt (1.), Wieden (4.), Ottakring (16.), Döbling (19.) vom kleinsten zum größten Bezirk oder vom einwohnerärmsten zum einwohnerreichsten Bezirk.

15. Musik: Wir haben ein neues Spiel für euch. Ich werde euch dann die Kennmelodie eines Films bzw. einer Filmreihe vorspielen und ihr sollt sie erraten. Aber wir wollen nicht den Titel wissen, sondern unsere Frage lautet:
Welchen Beruf hat die Hauptfigur dieser Filmreihe?

16. Sport: Spielen tut er angeblich wie Maradona, nur deutlich schneller und beweglicher. Pelé hat ihn schon vor fünf Jahren als besten Spieler der Welt bezeichnet. Er ist amtierender Fußballer des Jahres, und zwar schon zum dritten Mal hintereinander; er hat die letzten drei Jahre in Folge die Trofeo Alfredo Di Stéfano bekommen als bester Spieler der spanischen Liga; er hat 2011 den UEFA Award Best Player in Europe bekommen ‑ bislang als einziger Preisträger ‑, im Jahr 2009 war er UEFA Fußballer des Jahres und Bester Stürmer, und so weiter. Die Rede ist natürlich von Lionel Messi. Lionel Messi spielt bei bekanntlich bei Barcelona.
Aber was ist er für ein Landsmann, in welchem Staat ist er geboren?

17. Gschichtl oder Geschichte: Für das heurige Jahr haben wir ja eine spezielle Kategorie für euch: Für jedes Quiz haben wir eine Story gefunden oder auch erfunden, und ihr habt die 50:50-Chance: Ist diese Geschichte wahr oder ist sie frei erfunden:
In den letzten Jahren ist es groß in Mode gekommen, im Rahmen von Festivals historisches Leben mit möglichst originalgetreuen Kostümen und Accessoires nachzustellen, und besonders beliebt ist das Nachspielen von Schlachten. Anlässlich eines Jahrestages zwängen sich hunderte Teilnehmer in Rüstungen oder Uniformen, marschieren gemäß den rekonstruierten Vorgängen aufeinander zu und kämpfen noch einmal für Caesar, Barbarossa oder Napoleon.
Insofern wäre die Idee des aus Virginia stammenden Michael George Pickett keiner Erwähnung wert, er will die Schlacht von Gettysburg nachstellen, die sich 2013 zum 150. Mal jährt. Aber Pickett, selbst ein Nachkomme eines Südstaatengenerals, ist ein Genauigkeitsfanatiker, mit halben Sachen gibt er sich nicht zufrieden. Er will die Schlacht wiederholen und zwar – mit scharfer Munition. Echte Revolver- und Gewehrkugeln, echte Kanonen, echte Minen, echte Verwundungen und wohl auch echte Tote.
Ob er sein Vorhaben wirklich umsetzen kann ist noch ungewiss, denn es ist eine Anzeige eingegangen, das FBI ermittelt. Aber die Vorbereitungen laufen schon seit langem auf Hochtouren. Pickett lässt originalgetreue Waffen bauen, was nicht gerade billig ist, und deshalb sucht er per Internet und per Zeitungsinserat spendable Unterstützer. Und Geld ist noch nicht alles. Es werden auch Leute gesucht, die in der Rolle von Soldaten die Schlacht von Gettysburg in einer wirklich realistischen Rekonstruktion mitmachen wollen. Mit dem Risiko, tödlich verwundet zu werden. Aber das scheint die Leute gar nicht abzuschrecken: Angeblich hat Pickett schon über fünfhundert Bewerbungen.
Trug sich diese Geschichte wirklich so zu oder haben wir sie erfunden?

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