Tag Archive: Solidarität


Sehr peinlich, Herr Putin


Da lassen Sie bei jeder Gelegenheit den Macker raushängen, hüpfen mit nackten Oberkörper durch die Taiga (solange die Fotografen anwesend sind), beschulterklatschen sich mit Judokas, und dann müssen Sie drei junge Frauen wegsperren lassen, die Ihre Meinung von Gott, Putin & Vaterland nicht teilen. Und das alles unter dem Vorwand des religiös motovierten Rowdytums“, der „Gotteslästerung“ und der „Verletzung der Gefühle Gläubiger“. Echt schwach. Sie sollten es einmal mit der Therapiegruppe Die Angst vor starken Frauen ist heilbar versuchen.

Ein Gespenst geht um in Russland…

Ein kleiner Denkanstoß:

  • Städte, in denen am 17.8.2012 Kundgebungen für Pussy Riot stattfanden: Barcelona, Belgrad, Berlin, Brighton, Brisbane, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Chicago, Chisinau, Derry, Dublin, Edinburgh, Florenz, Frankfurt, Genf, Göteborg, Helsinki, Kaliningrad, Kiew, Köln, Köln, Kopenhagen, Leeds, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Marseille, Melbourne, Mendoza, Minneapolis, Montréal, Murmansk, New York City, Nizza, Odessa, Oslo, Ottawa, Paris, Plzeň, Portland, Prag, Reykjavik, Riga, Samara, San Francisco, Sidney, St. Petersburg, Stockholm, Tel Aviv, Toronto, Toulouse, Tournai, Tver, Västerås, Vilinus, Warschau, Washington, Wien.
  • Städte, in denen am 17.8.2012 Kundgebungen gegen Pussy Riot stattfanden: Moskau

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In Moskau hat am Montag der Prozess gegen die russische Punkband Pussy Riot begonnen. Die Anklage gegen Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marina Alechina lautet auf „Rowdytum“. Dafür sieht das russische Gesetzbuch bis zu sieben Jahre Haft vor. Das eigentliche Delikt dürfte wohl Majestätsbeleidigung sein: Pussy Riot haben im Februar in der Moskauer Erlöserkathedrale für die Erlösung Russlands von Wladimir Putin gebetet.

Im Bezirksgericht Chamownitscheski wurde am Montag zehn Stunden lang verhandelt, ohne dass die jungen Frauen essen, trinken oder die Toilette benutzen durften. Die Verteidigung sprach von Folter, die Richterin wies dies zurück. Die meisten Zeugen der Verteidigung wurden abgelehnt.

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