In Moskau hat am Montag der Prozess gegen die russische Punkband Pussy Riot begonnen. Die Anklage gegen Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marina Alechina lautet auf „Rowdytum“. Dafür sieht das russische Gesetzbuch bis zu sieben Jahre Haft vor. Das eigentliche Delikt dürfte wohl Majestätsbeleidigung sein: Pussy Riot haben im Februar in der Moskauer Erlöserkathedrale für die Erlösung Russlands von Wladimir Putin gebetet.

Im Bezirksgericht Chamownitscheski wurde am Montag zehn Stunden lang verhandelt, ohne dass die jungen Frauen essen, trinken oder die Toilette benutzen durften. Die Verteidigung sprach von Folter, die Richterin wies dies zurück. Die meisten Zeugen der Verteidigung wurden abgelehnt.

Weiterlesen